Die Montage eines fertigen Weichenantriebes
ist sehr einfach. Sie werden meistens nur an die Weiche links
oder rechts angesteckt. Anders ist es bei Servoantrieben. An
die von mir entwickelten Decoder können bis zu acht Servos
angeschlossen werden. In diesem Kapitel geht es um den mechanischen
Einbau der Servos und die Erstellung einer sicheren Verbindung
vom Servo zur Weiche.
Da es Servos von den verschiedensten Herstellern gibt, werde
ich hier nur eine generelle Einbauanweisung geben können.
Bei Servos der etwas höheren Preiskategorie
sind 4 Gummipuffer beigelegt, die eine geräusch-gedämpfte
Montage ermöglichen. Auch sind immer mehrere Servohebel
oder Scheiben dabei.

Benötigt werden: 4 kleine Schrauben, Servohebel,
Servogabel (rechtes Bild) und ein genügend langes Stück
Federstahldraht. Der Durchmesser des Federstahldrahtes hängt
von der Länge ab und ob der Draht frei liegt oder in einem
Rohr geführt wird.
Ich verwende 0,5 mm Federstahldraht und führe ihn in einem
Kunstoffrohr. Gibt es im Modellbau-geschäft. Das Rohr hat
außen 2 mm Durchmesser. Dadurch, dass der Federstahldraht
in dem Rohr geführt ist, kann die Verbindung von Servo
bis zur Weiche beliebig lang sein. Begrenzt ist die Entfernung
nur dadurch, weil es das Rohr oder den dünnen Federstahldraht
nur bis zu 1,5 Meter Länge im Modellbaugeschäft gibt.
Wer es möchte, kann auch zwei Rohre mit etwas Abstand,
hintereinanderlegen und den Federstahldraht verbinden. Schon
sind auch längere Strecken überbrückbar.
Auf den Servohebel wird die Servogabel eingeklickt und der Federstahldraht
in die Schraubhülse eingeklebt oder geklemmt. Löten
lässt sich der Federstahldraht schlecht.
Das Kunstoffrohr wird auf der Unterseite der Anlagenplatte verlegt.
Zur Befestigung verwende ich Kabelbinder oder Heißkleber.
Zwei Löcher links und rechts des Rohres in der Stärke
des Kabelbinders in die Platte bohren, Kabelbinder durchziehen
und damit das Rohr festlegen.
Ganz wichtig!!! Die mechanische Entlastung der Weiche
im Falle des Überdrehens eines Servos. Sollte nie vorkommen
und ist bei mir auch noch nicht vorgekommen. Trotzdem, sicher
ist sicher.
Dazu folgende Tipps:
Zwischen Servo und Federstahldraht wird eine Entlastungsfeder
eingesetzt (kann eine Feder aus einem Kugelschreiber sein).
Diese Federn sind so weich, dass die Wagen die Weichen auch
aufschneiden können ohne dass die Weiche umgeschaltet werden
muss. Ein Stück Ventilschlauch vom Fahrrad ist auch geeignet.
Achtung! Bei Herzstückpolarisierung muss die Weiche immer
umgeschaltet werden. Das Aufschneiden der Weichen führt
zu einem Kurzschluss.

Eine andere Möglichkeit zeigt folgendes
Bild:
Der Federstahldrahtes wird, wie auf dem Bild gezeigt, gebogen.
Dadurch liegt die Weichenzunge rechts oder links immer federnd
an. Die Entlastungsfeder muß sich frei bewegen können.

Das Ende des Federstahldrahtes wird dann rechtwinklig abgebogen
und mit der Weichenzunge verbunden. Der Servoweg wird dann so
eingestellt, dass die Weichenzunge in beiden Endlagen sauber
an der Schiene anliegt.
Die Servos montiere ich in einem 10 mm Sperrholzbrett
in das ich passende Ausschnitte gesägt habe. Die vier Gummipuffer
werden in die Bohrungen am Servo gesteckt. Das Servo wird dann
mit 4 kleinen Schrauben am Brett festgeschraubt. Die Gummipuffer
dämpfen die schon sehr leisen Geräusche des Servos
zusätzlich. Probieren Sie es einfach aus, ob Sie die Gummipuffer
brauchen. Meistens habe ich in dem Brett gleich mehrere Servos
nebeneinander montiert. Dann kann man später, wenn alles
ausprobiert ist, ein Gebäude usw. über die Servos
stellen. Schon sind die Antriebe nicht mehr zu sehen.
Eine einfache Montagemöglichkeit ist, das
Servo direkt unterhalb der Weiche zu montieren.

Dazu wird auch ein Schlitz in das Anlagenbrett
unterhalb der Stellschwelle der Weiche eingesägt oder mit
Oberfräse gefräst. An dem Servo wird eine Federstahldraht
angebracht, der von unten durch das Anlagenbrett in die Bohrung
der Stellschwelle gesteckt wird. Fertig.